Untersuchungen Uber das Blut neugeborener Thiere. V ou Dr. Hugo Winternitz. (Aus dem physiol.-chem. Institut in Strassbur« und dom hvRieu. Institut in Borl.u.i (Der Redaction zugegangen am 1». Oktober 18ÎW.) Die Thatsache, dass das Blut des Neugeborenen auf¬ fallend reich an Hämoglobin und festen Stoffen ist, wurde wiederholt festgestellt. Namentlich hat Leichtenstern die genannten Verhältnisse in ihrem Verlauf nach der Geburt verfolgt und kommt zu dem Schluss, dass das Blut gesunder Neugeborener reicher an Blutfarbstoff ist, als das Blut irgend einer späteren Lebensperiode. Dieser Hämoglobinreichthum des Neugeborenenblutes sinkt in den ersten Lebenswochen ziemlich rasch so, dass der Farbstoffgehalt des Blutes 10—12 \\ ochen alter Kinder bereits bei den dem erwachsenen Alter zukommenden Mittel werthen anlangt ’). Analog scheinen sich die Verhältnisse bei neugeborenen Hunden zu gestalten, soweit das vorliegende Untersitchungs- material allgemeine Schlüsse zulässt. Panum fand im Blut zweier neugeborenen Hunde, und zwar unmittelbar nach der Geburt, 19,20 und 22,8°/0 feste Stoffe, im mütterlichen Blut 13,8°/0. Ein weit später,° närn- lieh im Alter von 7 Wochen und 2 Tagen, untersuchtes Junge desselben Wurfes wies in seinem Blut nur 13,2°/# feste Stoffe auf. Der Blutfarbstoffgellalt im Blute des Neugeborenen ver¬ leit sich zum mütterlichen wie 96—100 : 53 (durch die Ver- ') ^ Untersuchungen über den Häinoglobingehalt des Blutes in ge- sinider. und kranken Zuständen* von 0. Leichtenstern Leinziu 1*7*, S. 30. ”