Beitrag zur Chemie der Membranen der Flechten und Pilze. Von F. Escombe. (Aus dem physiologisch*chemischen Institut zu Strassburg.) (I>cr Redaction durch Herrn Trof. Schmiedeberg zugegangen am 27. Juli 189»;.) Einige Wochen vor dem bedauerlichen Tode Hoppo¬ se y 1er*s hatte derselbe mich veranlasst, die Membranen des. isländischen Mooses, Cetraria islandica, auf das Vorkommen von Chitin und Cellulose zu untersuchen. Eine höchst interessante Arbeit von Winterst ein’) hat gezeigt, dass Chitin oder ein sehr ähnlicher Körper in den Membranen der Pilze Agaricus campestris, Boletus edulk Morchella esculenta, Cantharellus cetarius, Polyporus officinalis, P. betulinus, P. squamosa und Pachyma Cocos vorkommt. Die Gegenwart dieser Substanz verursacht eine gelbe oder braune Färbung der Membranen, wenn dieselben mit Jod und Schwefelsäure oder mit der Schulze'sehen Lösung be¬ handelt werden, anstatt der blauen Farbe, welche Cellulose unter gleichen Bedingungen horvorbringt. Nun ist es aber seit langer Zeit bekannt, dass dir Membranen von Algen aus Cellulose bestehen. Es war ab nach allemdem zu erwarten, dass man beide Körper aus Flechten erhalten werde, da diese Pflanzen sowohl nach der Analyse von Sch wen den er als auch nach der Synthese von Bonnier bekanntlich aus einer symbiotischen Gemeinschaft von Pilzen und Algen bestehen. >, Dies»* Zeitschrift. B<1. XX. 1*04: 1hl. XXI. IS!*5,