I Zur Kenntniss der Spaltungsproducte des Carniferrins. Von Paal Balle. (Au« <l**m chemischen Laboratorium des physiologischen Institutes der Universität Leipzig.) (Der Redaction zugegangen am 11. Juni 18%) I. Das Antipepton. i In seinen Arbeiten über Fleischsäure1) und Phosphor¬ fleischsäure1) zeigte Siegfried, dass das Garniferrin au> Fleischextract beim Erhitzen mit ßarythydrat in Fleischsäure, eine Kohlenhydratgruppe, ßernsteinsäure und Paramilchsäure zerfällt, dass die hierbei erhaltene Fleischsäure die einfach«' Formel GJ0N,H15O5 besitzt und höchst wahrscheinlich identisch ist mit dem Antipepton Kiihne's, was Siegfried aus Kühne s Analysenwerthen des Antipeptons und der Fleischsäure, dem Silbersalz und sonstigen Eigenschaften beider Körper schloss. Um nun die Identität von Fleischsäure und Antipepton, vor Allem also den Säurecharacter des Antipeptons zu erweisen, war die Untersuchung weiterer Salze desselben geboten, und ich habe zu diesem Zwecke mehrere pancreatische Fibrinver¬ dauungen ausgeführt. Ich bin dabei im Wesentlichen dem Kühne’sehen Verfahren gefolgt und habe gefunden, dass vor Allem das von Kühne3) angegebene Aussalzen der Alhumosen in saurer, neutraler und ammoniakalischer Lösung unum¬ gänglich nothwendig ist; zur Entfernung des Ammonsulfats bin ich von den von Kühne angegebenen Vorschriften etwas abge¬ wichen und habe reine Pioducte des Antipeptons bekommen. ') Arch. f. Anat. u. Physiology physiol. Ahthlg., 1894, S. 401. *) Zeitsehr. f. physiol. Chemie, Bd. XXI, S. 301. ll Zeit sehr. f. Biologie. Bd. XXIX. S, 2.