c Ueber das normale Vorkommen des Jods im Thierkdrper. (II1. Mittheilung.) Von E. Banmann und E. Koos. 1. Darstellung des Thyrojodins. Bei unseren Versuchen, die wirksame Substanz der Schilddrüse zu isoliren, benützten wir als Erkennungsmerk- mal, ob jeweils dieser Stoff in den von uns gewonnenen Pro¬ duden enthalten sei, seine Wirksamkeit auf parenchymatöse Kröpfe, welche hier in genügender Zahl zur Verfügung stehen. Diese von Emminghaus und Reinhold zuerst beobachtete Reaction ist eine so prompte, dass wir in der Regel schon nach 4 Tagen im Stande waren, über den Grad der Wirksamkeit der untersuchten Präparate uns eine Vorstellung zu bilden. Dit Mehrzahl dieser Beobachtungen ist an Patienten der Poliklinik und bei Insassen der hiesigen Kreispflegeanstalt ge¬ macht worden. Wir sind den Directoren dieser Anstalten, Herrn Prof. Dr. Thomas und Herrn Medicinalrath Dr. Esch- b a eher, für die bereitwillige Förderung, welche Sie unseren Versuchen gewährten, zu lebhaftem Danke verpflichtet. ' Die von uns geprüften Präparate sind zum grossen Tlieii in den Farbenfabriken vorm. Friedr. Bayer & Co. ih Elber¬ feld nach unseren Angaben dargestellt worden, wofür wir denselben um so dankbarer sind, als die hier zu Gebote stehenden Mengen von Hammelschilddrüsen bei Weitem nicht liinreichten. ' Nachdem der wirksame Bestandtheil der Schilddrüsen als eine organische Jodverbindung erkannt war, welcher "Thyrojodin» benannt wurde’), war eine zweite Reaction gegeben, mit deren Hilfe noch bequemer als mit der ersteren dir* Isolirung desselben verfolgt werden konnte. ') Bau mann, diese Zeitschrift, Bel 2-1, S.;319.