! lieber das Vorkommen von Milchzucker im Harn bei Wifchnerinnen. Von F. A. Lemaire. 'Aus (l*-m physiologisch»-» Laboratorium in Utrecht.) Lcr Redaction zugegaugcit am 29. December 1895.) Bekanntlich wird die reUucirende Kraft des Harns hei Wöchnerinnen öfters ein wenig erhöht gefunden. Seitdem Hofmeister aus solchem Harn Milchzucker in Substanz abgeschieden hat’), ist man vielfach geneigt, diese Verstärkung des Roducl ionsvermögens ohne Weiteres der Anwesenheit von Milchzucker zuzüschrciben. So schliesst Ney, der bei 148 Wöchnerinnen den Harn unlersuchte, und in */. Fällen Zucker nachweisen zu können glaubte*), seine Abhandlung mit der Bemerkung : «Der Nachweis, dass es sich um Milchzucker und nicht um Traubenzucker hier handelt, ist von Hofmeister in so überzeugender Weise geleistet worden, dass ich diese Untersuchungen bei Seite Hess». Diese Bemerkung ist um so aullallcndcr, als Ney für den Nachweis von Zucker die I rommer sehe und Böttger’sche Proben und die Gährungs- ; Zuitsulir. f. physiol. Chemie, Bd. I, S. 101, ) Archiv f. Gynäkot., Bd. XXXV, S. i>39.