361 in sehr geringer, aber doch die Analysenresoltate zu stark beeinflussender Menge beigemengt ist. Das weitere Studium der Reaction hat ermöglicht, reines Carniferrin von eonstanter Zusammensetzung darzustellen und dasselbe in verschiedenen thierischen Flüssigkeiten und Extracten quantitativ zu be¬ stimmen. Hierdurch konnten über die Natur der Pbosphor- fleischsäure, ihr Vorkommen und ihre physiologische Bedeutung nähere Aufschlüsse gewonnen werden. I. Das Carniferrin. Darstellung: Zur Gewinnung eines reinen Productes in quantitativer Ausbeute wurde das früher') beschriebene Verfahren dahin abgeändert, dass die Phosphate der Muskel- extractlösungen nicht durch Barythydrat, sondern durch Chlor, calcium und Ammoniak gefallt wurden. Man setzt solange abwechselnd die Lösung des Chlorids und Ammoniaks unter fortwährender Neutralisation der entstehenden sauren Reaction ,; hinzu, bis bei schwach alkalischer Reaction durch Chlorcalciuni kein Niederschlag entsteht. Hierauf wird filtrirt, EisencldoHd hinzugegeben und gekocht. Während des Kocliens stumpft man die saure Reaction bis zur schwach sauren mit Am¬ moniak ab und fährt mit dem Zusatze von Eisenchlorid uiiler erneuter Abstumpfung mit Ammoniak solange fort, bis eine tiltrirte Probe nach stärkerem Ansäuren die Ferrireaotion mit llhodankalium oder Ferrocyankalium schwach liefert. Das entstandene Carniferrin wird abgenutscht, bis zur Chlorfreiheit gewaschen und wenn es zersetzt werden soll, feucht weiter verarbeitet, sonst auf der Nutsche mit Alkohol und dann mit Aether gewaschen und an der Luft getrocknet. Reim Trocknen auf dem Wasserbade wird es zwar nicht zersetzt, ballt sich aber zu einer harten, schwer pulverisirbaren Masse zusammen, während es durch Trocknen mit Alkohol und Aefher als leichtes, feines Pulver erhalten wird. Zusammensetzung: Bei folgenden Analysen wurde /ur Eisenbestimmung die bei 105°—108° bis zum constanten ') L. c\, S. 40*2.