Die Gewinnung des Adenins aus Theeextract. Von Martin Krüger. t (Der Redaction zugegangen am 3o. September ls<>5.) Das Adenin wurde ursprünglich von seinem Entdecker A. Kossel aus 1 heeextract, dem lohnendsten Ausgangsmateriai. mit Hilfe des bisher gebräuchlichen Fällungsmittels für Alloxur körper, ammoniakalischer Silberlösung, niedergeschlagen. Bei einer späteren Darstellung des Adenins in grossen Mengen habt ich dasselbe Fällungsmittel angewendet, habe aber die Silber- \ei Bindungen der Alloxurbasen nicht, wie es sonst zu gescheit ! pflogt, durch Schwefelwasserstoffgas oder dessen Alkaliverbin* düngen,' sondern in bequemerer und sauberer Weise dur» i; Salzsäure zersetzt. Ferner habe ich zur Reinigung des Adenin« nicht die Silberverbindung der Rohbase aus Salpetersäure verd. umkrystallisirt, vielmehr denselben Zweck durch ümkrystalli- siren des salzsauren Salzes erreicht. Beim Behandeln der stark gefärbten unreinen Silberverbindungen mit Salpetersaim wurden schliesslich Präparate von Adenin erhalten, welche wechselnde Mengen von Hypoxanthin, oft die Hälfte des Ge¬ wichtes , enthielten. Die folgende Untersuchung zeigt aber, dass in der Theelauge kein Hypoxanthin oder höchstens nur Spuren desselben vorhanden sind, ein Beweis, dass beider Darstellung des Adenins nach dem früheren Verfahren ein Theil des Adenins durch salpetrige Säure, d. h. beim Losen der Silberverbindungen in Salpetersäure, in Hypoxanthin um* gewandelt worden ist, ferner ein Beweis dafür, dass selb*!