Weitere Beiträge zur Frage Uber die Wirkung eines Futters mit sauren Eigenschaften aut den Organismus, insbes. auf das Skelett. • i Von * 1 H. Weiske. i •. (Der Redaction zugegaugeu am 23. April IHM.)- Durch eine Reihe von Fütterungsversuchen mit Kanin¬ chen, an welche längere Zeit hindurch Cerealienkörner, ins¬ besondere Hafer, theils ohne, theils mit Beigabe von Heu oder verschiedenartigen Salzen verfüttert worden waren*), hatte sich u. A. als Resultat ergeben, dass der Hafer (und wohl alle Körner überhaupt), ohne jede Beigabe verabreicht, keine geeignete Nahrung für den Pflanzenfresser repräsentirt. Denn der Hafer ist im Gegensatz zu dem Heu oder drgl. ein Futter, welches in Folge seiner sauer reagirenden Aschebestandtheile — zu denen bei der Verfütterung noch die durch Oxydation des iin Eiweiss etc. enthaltenen Schwefels und Phosphors gebildete Schwefel- und Phosphorsäurc hinzukommt — auf die Länge der Zeit vom Herbivor nicht vertragen wird, sondern ver¬ schiedene nachtheilige Folgen hervorruft, da der Pflanzen¬ fresser das dem Garni vor eigentümliche regulatorische Ver¬ mögen der Säurebindung durch stärkere Ammoniakbildung im Organismus nicht besitzt. Bei ausschliesslicher Hafer-, resp. Körnerfütterung gehen daher die betreffenden Thiere allmälig zu Grunde, und obschon der Hafer Anfangs sichtlich sehr gern und in reichlichen Mengen aufgenommen wird, wobei zunächst sogar eine Körper- , t ■ ; ’) Landw. Versuchs-Stationen, Bd. XL, S. 81. und Zeitschrift für Biologie, Bd. XXXI, S. 421.