Ueber die Verdaulichkeit der in den vegetabilischen Futtermitteln enthaltenen Pentosane. Von H. Weiske. (Der Redaction zugegangeu am lt>. März 1895.) Durch die eingehenden Untersuchungen von B. Tol¬ len* u. A. wissen wir bekanntlich, dass in den pflanzlichen Futtermitteln neben den Kohlenhydraten mit 6 oder einem Vielfachen von 6 Atomen C auch solche Verbindungen oft in recht erheblicher Menge Vorkommen, welche nach der empiri¬ schen Formel C8H804 zusammengesetzt sind und, entsprechend ihren 5 Atomen G, als Pentosane bezeichnet werden. Durch Einwirkung verdünnter Mineralsäuren etc. gehen diese Pen¬ tosane unter Wasser-Aufnahme in Zuckerarten, sogen. Pen- tosen, von der empirischen Formel C8H<0O8 über und ver¬ halten sich also in dieser Beziehung analog den Kohlenhydraten von der empirischen Formel C#H10O8, welche bekanntlich gleichfalls unter H,0-Aufnahme in Zucker von der Formel C*0»*O6 übergeführt werden können. Die bei den pflanzlichen Futtermitteln hauptsächlich in Betracht kommenden Pentosen : Arabinose und Xylose, welche in heissem Wasser leicht löslich sind, besitzen nach den Unter¬ suchungen von F. St oh mann und Langbein eine mole¬ kulare Verbrennungswärme von 558,3 resp: 561,9 Cal. oder pro gr. 3722,0 resp. 3746,0 Gal., während diejenige des Trauben¬ zuckers 673,7 resp. 3742,6 Gal. beträgt1). *) Zeitschrift f. Biologie, Bd. XXXI, S.381.