Ueber den respiratorischen Stoffwechsel eines diabetischen Hundes nach Pankreas-Exstirpation. Von Dr. W. Weintrand, ,mJ Dr. È. Laves, oh-mal. AMlMcoten ,u ,1<t mwlic. Klinik Aaaialent™ am ph,,lol- bem. der Universität Strassliurj; i. £. (Dor Redaction zuKcgangon am G. Juni ls'.w.) Die Beobachtung Minkowski’s’), dass bei tliabetiscl.ru Hunden nach Pankreas-Exstirpation linksdrehende Kohlen¬ hydrate noch Glykogenansatz hervorrufen, während Dextrose- Futterung bei denselben keine Glykogen-Ablagerung zur Folge hat, i>t geeignet, für die in klinischen Beobachtungen schon lange hervorgetretene Verschiedenheit im Verhalten links¬ drehender und rechtsdrehender Kohlenhydrate im diabetischen Organismus eine Erklärung abzugeben. . Die Annahme ist naheliegend, dass die Toleranz des Diabetikers für linksdrehende Kohlenhydrate in Zusammen¬ hang stehe mit seiner Fälligkeit, aus solchem Glykogen zu bilden, namentlich für diejenigen, welche eine unzureichende Glykogenbildung aus Dextrose für die Ursache der Glykosui ie beim Zuckerkranken halten. Die Frage, ob im normalen Organismus das Kohlenbydrat- Molekül, ehe es in seine Stoffwechsel-Endprodukte übergeführt wird, eine Umbildung in Glykogen erleiden muss, ist noch nicht entschieden. Die Schnelligkeit und Vollständigkeit, mit der grosse Kohlenhydrat mengen im Organismus verbrennen, sprechen nicht dafür, dass Glykogen als ein nicht zu um¬ gehendes Zwischenprodukt des Kohlenhydrat - Stoffwechsels immer erst aus dem in Circulation gerathenen Zucker vor dessen Oxydation entsteht. Eine definitive Lösung, dieser für unsere Kennlniss des physiolog. Abbau’s des Kohlenhydrat- Molcküls so wichtigen Frage ist jedoch noch nicht gegeben. 'j Miljkowski, Untersuchungen über den Diabetes n ellitus n;icli I’ankiojis-Exslii'j.atiuii. Arch. I*. exp. Patli., Bd. XXXI, S. sAff.