312 aüf, nämlich 1. stärkere oder schwächere Lähmung des Herzens, 2. die Lebererkrankung (Fettinfiltration, Icterus), 3. die Eim Wirkung auf die Knochen. Die Zerstörung der Blutkörperchen, offenbar im Zusammenhänge mit dem Erscheinen des Icterus, ist in ihren Ursachen unbekannt. Die Ausscheidung der Mileh- säure hat man versucht, mit der Lebererkrankung im Zu¬ sammenhang aufzufassen. Der Phosphor vom Unterhautbinde- gewebe oder vom Darme her aufgenommen wird durch das Blut als Dampf den verschiedenen Organen zugetragen ; eine directe Einwirkung auf das Blut ist nicht beobachtet. Da der Gedanke nahe liegt, dass eine Aenderung der Bestandtheile des Blutes durch den Phosphordampf doch herbeigeführt werden könne, habe ich zunächst einige Ver¬ suche bezüglich des Verhaltens der rothen Blutkörperchen gegen Phosphor angestellt. Am 25. Mai 1831, 1 Uhr, wurden einige Stückchen in eine mit verdünnter wässeriger Blutlösung gefüllte Flasche gebracht und unter Abschluss der Luft in einer Temperatur von 38—40° gehalten. Zur Contrôle wurde gleichzeitig eine andere Flasche mit der gleichen Blutlösung gefüllt und ohne 1 iiosphorzusatz bei der gleichen Temperatur gelassen beiden Flaschen wurden von Zeit zu Zeit mit dem Spetw sköjie untersucht, ob die Absorptionsstreifen des Oxyhämo globins noch sichtbar waren. 4 Uhr 20 Min w lösung in der zweiten Flasche dunkel und es land sich jetzt nur ein breiter Absorptionsstreif im Spectrum, während dit Lösung in der ersten Flasche noch schöne hellrothe Färbung und die zwei Absorptionsstreifen des Oxyhämoglobins zeigte! f» Lin 20 Min. nahm die Blutlösung in der ersten Flasche erst eine dunkelpurpurrothe Färbung an und es vereinigten sich die zwei Absorptionsstreifen zu einem breiten Streifen. Aus diesem Versuche geht hervor, dass die rothen Blut¬ körperchen den locker gebundenen Sauerstoff durch Fäulnis* langsamer bei Gegenwart als bei Abwesenheit von verlieren. Nun war es denkbar, dass die rothen Blutkörperchen ihie Fälligkeit einbüsseii, Sauerstoff einerseits locker zu binden