Beiträge zur Kenntniss der Einwirkung von Phosphor und von arseniger Säure auf den thierischen Organismus. Von T. Araki. A (Dor Redaction angegangen am ao. Mai lS‘.t2.) Durch die in drei Mittheilungen') geschilderten Unter*- Buchungen über die Wirkungen des Sauerstoffmangels auf den (ielialt des Harns an Eiweiss, Zucker und Milchsäure ist von mir der Nachweis erbracht, dass so weit als diese Unter¬ suchungen reichen, der Uebertritt dieser Substanzen in den Harn als eine Folge des Sauerstoffmangels erscheint, gleich- giltig ob in der einen oder anderen Weise der Sauerstoff¬ mangel herbeigeführt war. Dass bei der Phosphorvergiftung Ausscheidung von Milchsäure und von Eiweiss im Harne ein- troten kann, ist durch ältere und neuere Beobachtungen fest¬ gestellt. Wenn nun auch bei dieser Vergiftung eine Reihe ziemlich constater Veränderungen, die besonders die Leber betreften, als recht specifische Einwirkungen des Giftes gefunden ■■and, schien cs doch von Interesse, nach dieser Seite hin zu untersuchen, ob die Ausscheidung von Eiweiss und Milchsäure auch hier als eine Folge des Sauerstoffmangels anzusehen ist, oder ob andere Ursachen bei dieser Vergiftung zur Wirkung kommen. Ein einheitliches Bild der Einwirkung des Phosphors kann bis jetzt noch nicht entworfen werden, mindestens drei verschiedene Wirkungen treten ohne genügenden erkennbaren Zusammenhang neben einander oder vielmehr nach einander ’) Diese Zeitschrift, Bd. 15, Zeitschrift für physiologische Chemie. S. 335 u. 540, Bd. 10, S„ 453. XVII.