Ueber einige stickstoffhaltige Bestandteile der Keimlinge von Vicia sativa. Voll Ë. Schulze« ! Aus dom agncultur- chemischen Laboratorium ties Polytechnikums in Zürich.) 'Der Redaction zugci»angen am 7. Juli isw.) In den etiolirten Keimlingen von Vicia sativa, einem zui Gew innnng a on Asparagin bekanntlich sehr geeigneten • Material1), sind schon vor einer Reihe von Jahren durch von G or up -B es an ez2) neben diesem Amid andere Stick¬ stoffverbindungen aufgefunden werden, welche man gleichfalls als Producte der mit dem Keimungsvorgang verbundenen Ei Weisszersetzung ansehen kann. Aus dem durch Auf kochen vom Eiweiss befreiten und sodann noch durch Versetzen mit W eingeist und darauf folgende Filtration gereinigten Saft der Keimlinge3) gewann der genannte Forschei* durch Krystalli- sation neben Asparagin einen Körper, welcher nach seinem Verhalten für Leucin erklärt werden konnte (eine Analyse desselben ist nicht ausgeführt worden). Da das Roh- Leucin die für Tyrosin charakteristische Reaction mit Mercurinrtrat und salpetriger Säure gab, so war anzunehmen, dass auch diese letztere Amidosäure in den Keimlingen sich vorfand« *) Aus den Wickenkeimlingen haben Piria, Pasteur, Dessaignes un‘l Lhautard, Cossaund Piutti Asparagin dargestellt (vgl. Gmelhi’s Handbuch der Chemie, Bd. 5, S. 300, Supplementband, S. 809, ferner Landw. Versuchsstationen, Bd. 15, S. 18-2, und Berichte der D. Chen. Gesellschaft, Bd. 10, S. 1091). *) Berichte der D. Chem. Gesellschaft, Bd. 7, 8.1 Pi u.500. Bd. 10,8.7HO, 311,1 einigen Versuchen kam Saft zur Verwendung, welcher durch Auf- kochen vom Eiweiss befreit und sodann durch Dialyse gereinigt worden war.