Beiträge zur Methodik der quantitativen Salzsäurebestimmung im Mageninhalt. Von Dr. A. Kossler, Assistenten des deutschen med.-chem. Institutes in Pra^. 'Aus rlom modicinisch-ehemisehen Institute der k. k. deutschen Universität .n Praß.) (Der Redaction zugegangen am 11. Juni 1892.) Bei der Wichtigkeit, welche der Kenntniss des Gehaltes des Magensaftes an freier Salzsäure für die Beurteilung der krankhaften Störungen der Magenfunction zukommt, ist es erklärlich, dass die Kliniker schon seit geraumer Zeit der quantitativ^ Bestimmung der freien Salzsäure im Magen¬ inhalt eine besondere Aufmerksamkeit zuwendeten und bestrebt waren, für diesen Zweck ein sicheres und leicht ausführbares 'erfahren ausfindig zu machèn. Von den zahlreichen Methoden, welche diesen Bemühungen ihren Ursprung verdanken, können viele höchstens als approxi¬ mative Schätzungen angesehen werden und nur einige wenige, •he auf exacter chemischer Grundlage aufgebaut waren, ver¬ mochten das Vertrauen der Chemiker zu erwerben ; unter den letzteren sind insbesondere die von Sjöqvist, Leo, Winter und Hoffmann empfohlenen Methoden anzuführen. Es schien eme jede derselben nach den von ihren Autoren ausgeführten Betrachtungen für die quantitative Bestimmung der physio¬ logisch wirksamen Salzsäure wohl anwendbar. Doch ergaben einige in neuerer Zeit ausgeführte vergleichende Untersuchungen beträchtliche Abweichungen in den für den gleichen Magen- m lalt nach verschiedenen Methoden gewonnenen Resultaten ; Zeitschrift für physiologische Chemie. XVII. 7