Die Wiedergewinnung der Sultbessigsäure au* dem Harn id somit — wenn auch mit Verlust an Substanz — niclit mit Schwierigkeiten \erknüpft. Daraus geht aber auch-hervor, dass die Sulfoessigsäure, wenn sie in den Harn als das lTin- wandlungsproduct des Sulfonals übergehen würde,‘dem Nach¬ weise sich nicht wohl entziehen könnte.* : ä Indessen ergab die Verarbeitung grosserer Mengen von Sülfonälharn nach dem oben geschilderten Verfahren keine Spur von Kr y st allen eines schwer löslichen Bariumsalzes; Jedenfalls kann die Sulfoessigsäure nicht das Hauptmnwahdlih^ des Sulfonals im Organismus sein. Meine Versuche sprechen vielmehr dafür r- wenn auch nur auf indirectem Wege —, dass bei der Spaltung des Suh tonals im Organismus Aetlijisulfosaure entsteht, welche iih Harn ausgeschieden wird. , Anmerkung. Martin Hahn (Virchow’s Arch., B(k 125. S. 182) giaultt, dass die von mir ausgeführten Versuchsreihen nicht beweiskräftig seien, weil an den einzelnen Tagen der einen Reihe erhebliche Schwan¬ kungen in der Stickstoffausscheidung auftreten. hieseÜifiVuenzeuwurden dadurch bedingt, dass das Versuchst hier, welches den Harn von -24 Stunden niclit gleich massig absonderte, nicht kathetrisirt wurde. Diese Diffi-rerizeu haben sich aber in den auf je 8 Tage sich erstreckenden Beobachtungs: reihen beinahe vollständig ausgeglichen. Aus seinen eigenen Versuchen, welche im Wesentlichen meine Resultate bestätigen, glaubte Haiin keinen bestimmten Schluss ziehen zu können. Ich schliesse auch aus .diesem' Umstande, dass meine Versuche nicht zu einem unrichtigen Ergebnisse geführt haben. V ■ ■ Laboratorium dos Prof. Baumann, Freiburg i. B. .