3 Tritt man dor Frage näher, welche schwefelhaltige Pro¬ duct e bei der Spaltung des Sulfonals im Organismus, gebildet werden- können, so ergeben sich von vornherein eigentlich nur zwei Möglichkeiten. Die Spaltung des Sulfonals kann einmal in ähnlicher Art, wie sie bei manchen Substitutions- producten des Sulfonals sehr leicht eintritt, durch die Stoff¬ wechsel processe bewirkt werden; in diesem Falle wäre das Umwand 1 ungsproduct des Sulfonals, welches in den Harn übergeht, ohne Zweifel die Aethylsulfosäure. Die Spaltung des Chlorsulfonals und des Aethylsulfonsulfonals erfolgt, wie St uff er1) und Antenrieth’) gezeigt haben, wenn diese Körper mit wässerigen Alkalien schwach erwärmt werden, in folgender Weise: GH*rc;1 > c < + 3 KOH CH so,c8a Chloisulfonal = ^ CO + -> KSO,0,11, + KOI + 11,0. Acetol CH ätlivlsulfins. Kali (SO,C,U,) ... r „■so.c.h, r . ; CH, C " SO,C,II5 + K0 Aothvkulfonsulfonal = GH’(<f!|J) > CO + 3 KSO.C.li, + H,0. Acetol athylsulfins. Kali Bei der Verseifung der Substitutionsproducte des Sul¬ fonals wird also immer die Aethylsulfongruppe abgespalten, und zwar als AethylsulFinsäure. Wenn eine solche Spaltung auch im Organismus eintritt, so ist jedenfalls ohne Weiteres gegeben, dass dabei die leicht oxydable Sutfmsäure in die Sulfosäure alsbald verwandelt wird. Die zweite in Betracht zu ziehende Möglichkeit ist die, dass bei der Abspaltung der Aethylsulfongruppe zugleich eine Oxydation in der Aethylgruppe erfolge; das Product einer ') D. Chem. Ges., Bei. 23, S. 3238. 2) Ebend., Bd. 24 S. 171.