Weber die Bildung von Milchsäure und Glycose im Organismus bei Sauerstoffmangel. Zweite Mittheilung. Ueber die Wirkung von Morphium, Amylnitrit, Cocaïn. Von Dr. T. Araki. (Aus dom physiologisch'Chornischon Institut zu Strassburg.) (D<‘r Redaction zngegangen am •». Juli 1891.) Am Ende meiner ersten Mittheilung über die Aus¬ scheidung von Milchsäure und Zucker in Folge von Sauer¬ stoffmangel !) habe ich (S. 370) bereits erwähnt, dass manche von Experimentatoren bereits beobachtete Zuckerausschei¬ dungen in Folge von Vergiftung mit Morphium und Amyl¬ nitrit wahrscheinlich auf Sauerstoffmangel zu beziehen sein würden. Wenn diese Hypothese berechtigt war, musste auch die constantere Wirkung des Sauerstoffmangels, die Aus¬ scheidung der Milchsäure, eine Folge der Vergiftung mit diesen giftigen Substanzen sein. Indem ich. im Folgenden die bei meinen Versuchen erhaltenen Resultate schildere, füge ich zugleich die Ergebnisse bei, welche das Cocaïn in der gleichen Richtung ergeben hat. I. Ueber das Morphin. Aus Levinstein’s Versuchen* *) hatte sich ergeben, dass Zucker immer nach der Morphinvergiftung im Urin auf- tritt und oft, aber nicht constant, Eiweiss im Harne gefunden ’) Zeitschrift f. physiolog. Chemie, Bd. XV, S. 351. *) Bert. kiin. Wochenschrift, 1875, No. 48.