Eine neue Methode zur Verseifung von Fettsäure-Aethern. Von 1. Kossel und K. ObermUUer. (Aus der chemischen Abtheilung des physiologischen Instituts in Berlin., (Der Redaction zugegangen am 25. Juni 189«., Für eine Reihe analytischer Operationen, sowie-für di, Darstellung gewisser Bestandteile der tierischen und pflanz heben Gewebe ,st die Verseifung der Fette, und der Übrigei Fcttsaure-Aethor eine notwendige Vorbedingung. Diese Vor seitung wurde nach den bisher gebräuchlichen Vorschrift« durch alkoholische Natron- oder Kalilauge ausgeführt. Durci erne Rete von Versuchen haben wir in dem Natrium- a -oho I a t ein Mittel kennen gelernt, um diese Verseifung m überraschend einfacher und bequemer Weise auszuführen ein,, 'fr,- TIF0U in Aelher löst und dieser Lösung alkoholische Losung von Natriumalkoholal hinzufügt, so ildet sich nach einigen Sekunden oder Minuten eifcom- pacler Niederschlag, der aus Natronseifen besteht. Ist die Menge des Natriumalkoholates eine genügende, so ist die enTi'fl' w “ kU'7Cr Zeit bei gew0hnlicher Temperatur be- Ïfe vdkf""I-'’6 VereifUng V0"endct “• leidet sich die '[ voI'shmdig in Form eines leicht flltrirbaren Nieder¬ schlages ab, hierdurch unterscheidet sich unser Verscifbnes- process vorteilhaft von dem durch Natronhydrat bewirkten, es bietet sich wegen der leichten Filtrirbarkeit des Nieder- sdjages dm Möglichkeit, alle in Aether gelösten Bestandteile vollständig und mühelos von der Seife zu trennen. Die von