Bilden sich Cholesterine in Keimpflanzen, welche bei Licht¬ abschluss sich entwickeln? Von E. Schulze. (Ans dom agricultnr-cheinisohen Laboratorium dos Polytechnikums in Zürich ) (Dor Redaction zugegangen am 2«. April 180u.) . Im Jahre 188^ habe ich in Verbindung mit J. Barbiéri eine Untersuchung publicirt *), welche die in den Lupinen- sanien und etiolirten Lupinenkeimlingen enthaltenen Chole¬ sterine zum Gegenstand hatte. Ein Resultat dieser Unter¬ suchung war, dass in den genannten Keimlingen zwei Glieder jener Stoffgruppe sich vorfinden *). Die Wahrnehmung, dass dieselben sich in relativ beträchtlicher Quantität zur Ab¬ scheidung bringen Hessen, veranlasste uns, den Versuch zu einer vergleichenden quantitativen Bestimmung des Cholesterin¬ gehalts der ungekeimten Lupinensamen und der Lüpinen- keimlinge zu machen. Auf die dabei erhaltenen Resultate muss ich heute zurückkommen. Die Veranlassung dazu giebt mir eine Besprechung derselben, welche sich in einer vor Kurzem erschienenen Abhandlung Burchard’s3) findet. Jene Bestimmungen führten wir in folgender Weise aus: Das aus den fein zerriebenen Samen und Keimlingen mittelst *) Journal für practische Chemie, X. F., Bd. 25, S. l.VJ. ') Die eine dieser Substanzen, welche sich in den Axenoiganen der Keimlinge vorfand, haben wir Caulosterin genannt; die zweite, welche dem von Hesse dargestellten Phytosterin sehr ähnlich und vielleicht mit demselben identisch ist, wird am zweckmässigsten mit diesem Namen zu Itezeichnen sein. Für die ganze Stoff-Gruppe gebrauche ich, wie es auch von Anderen geschehen ist, die Bezeichnung «Cholesterine». s) Beiträge zur Kenntniss der Cholesterine, Inaugural-Dissertation. Hostock 18*9. • ■ ' .i ■ Zeitschrift für physiologische Chemie. XIV.