Zur quantitativen Bestimmung der Cellulose. Volt Dr. («erhard Lange. (I)»r K.-ilactimi zn<'0'<anj,'<]i am 7. o. toher Hoi der Untersuchung von Futtermitteln, bei. der darauf gestützten Berechnung der Verdaulichkeit der. Futterbestand- Iheile, sowie bei der Untersuchung des Garni inimités und des Kothes der Herbivoren und in vielen anderen Fallen spielt die quantitative Bestimmung der Rohfaser, der Cellulose, eine grosse Rolle. Franz Schulze1) hat zuerst gelegentlich seiner Unter¬ suchungen über das «Lignin» darauf aufmerksam gemacht, dass sich durch geeignete Oxydationsmittel die Rohfaser rein, d. h. frei von inkrustirenden Substanzen u. s. w., erhalten lasse! Li benutzte zur Oxydation ein Gemisch von .ehlorsaurem Kafi und Salpetersäure (auf 20 Gewichtstheile Säure. G. == 1,160, nahm er 3 Gewichtstheile chlorsaures Kalt), da es sowohl krafhg genug wirke, als auch, vorsichtig angewandt, die Oel- tuloso fast gänzlich unverändert lasse. Nach Schulze’s Vorgang empfahl Henneberg*), 1 Theil der mit Wasser, Alkohol und Aether exlrahirteri Trockensub¬ stanz ebenfalls, 12—14 Tage bei höchstens 15°, mit 0,8 Theileii i lilorsauren Kalis und 12 Tlieilen Salpetersäure, G. == 1,10, m verstöpseltem Getäss zu behandeln, dann zu fiitriren,mit kaltem und heissein Wasser gehörig auszuwaschen, und hier- ii r Chemisches Centralblatt, 1857, .S. 321. ) Annal, d. Chem. n. Pharm., Bel. 140, S. 130.