lieber die Verdaulichkeit gekochter Milch. I. Mittheilung. Von Dr. R. W. Raudnitz, Docenten für Kinderheilkunde. (Aus «lern modiciuisch-cljomischon Laboratorium der deutschen Universität in Trag.) (Der Redaction angegangen am 17. Mai 1889.) Meine Versuche halten den Zweck, den Unterschied in der Verdaulichkeit von roher und gekochter Milch unter be¬ sonderer Berücksichtigung der Kalkaufnahme festzustellen. Sie wurden an einem Hunde vorgenommen, welcher in der Zeit der ersten Versuchsreihe noch beträchtlich wuchs* dessen Wachs- thum aber bald nachher, jedenfalls während der zweiten Ver¬ suchsreihe, beinahe abgeschlossen war. Das geht nicht blos aus der nachfolgenden Zusammenstellung der Körperwägungen, sondern weit bestimmter aus dem Umstande hervor , dass das Thier in der Zeit zwischen der ersten und zweiten Versuchs¬ reihe noch an Höhe und Länge zunahm, während der zweiten Versuchsreihe hingegen — durch einen Monat — keine Grössen¬ zunahme mehr erkennen Hess. Vorgenommene Körperwägungen, jedesmal nach Stuhlentleerung und vor Nahrungsaufnahme: 3. December G080; 11. Januar 7040 (10. bis Januar 1. Versuchsreihe), 23. Januar 0900, 22. Februar 9070, 3. Mürz 87.‘>0, 15. März 8420, 21. März 8440 gr. (26. Februar bis 20. März 2. Ver- • suchsreihe — der Hund verliert an Fett). > Zur Bestimmung einiger Verhältnisse der Verdauungs¬ werkzeuge habe ich am 24. März Säiiregrad und Labkraft des Magensaftes meines Versuchsthieres’festgestellt , wie er durch die Sonde drei Stunden nach Aufnahme einer Semmel. Zeitschrift für physiologische Chemie. XIV. 1*