Studien über den Stoffwechsel der Bierhefe. Von Dr. Ladislaus v. Idniiiszky. I. Beiträge zur Kenntniss der Bildung des Glycerins bei der alkoholischen Gährung;. . • (Der Heil action zngegaugen am C. April 1889.x A\ ic weit auch bereits die wissenschaftliche Forschung - besonders in den letzten Jahren — in der Erkenntnis* der Gührungsprocesse und Fermentationen vorgeschritten ist, so fand man doch für manche hierbei in Betracht kommende Punkte bisher keine Erklärung. So z. B. sind wir nur noch l>ei den allerwenigsten Gährungen im Stande, von den’ in der Gâhrfiüssigkeit befindlichen Stoffen die einen als Spaltungs- producte des Gährsubslrates, die anderen als speeifische Stoff- wechselproducte der Microorganismen von einander zu unter¬ scheiden. In den meisten Fällen ist es sehr schwer, die Bildung der Gährungsproducte von dem . eigentlichen Stoff¬ wechsel der, die Gährung bedingenden Lebewesen, öder noch mehr, den Stoffwechsel des betreffenden Micröorganismus von seiner sonstigen physiologischen Thätigkeit streng zu trennen. Die Veränderungen, die mit dem gährungserregenden Micrö¬ organismus vor sich gehen, sobald derselbe das eben'in der Gährung liegende Optimum seiner Lebensbedingungen nicht mehr geniesst, erschweren es bedeutend, den Stoffwechsel der Gährungserreger genau zu studiren.