I Ueber Lösung und Fällung von Eiweisskörpern durch Salze. Voll Dr. PL. Limbourg in Strasburg LE. (Dor Redaction ziigegangen am 2. März 1889.) Ein vielfach untersuchter Vorgang ist die Veränderung, welcher Fibrin in Salzlösungen unterliegt. Die in denselben einlretemle Lösung1) wurde besonders von Denis* •*)) unter¬ sucht. Er lenkte in hohem Masse die Aufmerksamkeit seiner Zeitgenossen (Berzelius, [Liebig und] Scherer*), Nasse4), Zimmermann5), Virchow*) u. a.) auf diese Erscheinung. Es zeigte sich, dass die Schnelligkeit, mit welcher eine solche Umwandlung des Faserstoffs vor sich geht, sehr wechselnd ist. Es wurde sogar behauptet, dass nur das aus venösem Blut stammende Fibrin in Salzwasser löslich sei (Denis. Scherer u. a.), was aber bereits Zimmermann widerlegte. Als Eigenschaften des gelösten Fibrins beschreibt Denis7): Gerinnung beim Erhitzen, Niederschläge bei starkem Verdünnen *) Dieselbe ist schon de Haen, Scheidemantel, Arnold be¬ kannt gewesen. ") P. S. Denis, Nouvelles études chimiques, physiologiques et médicales sur les substances albuminoïdes. Paris 1856. •*) Liebig’s Annalen, Bd. XL; ferner Scherer in Cannstatt s Jahresbericht, 1843, I, S. 133, und 1846, I, S. 99. 4) Nasse, Blut in Wagner’s Handwörterbuch der Physiologie, Bd. J, 184*2. 5) Wochenschr. f. d. ges. Heilkunde von Casper, 1843, No. 30; ferner Arch. f. physiol. Heilkunde, 1846. °) Henle’s und Pfeufer's Zeitschrift, Bd. IV u. V, 1846. :) Nouvelles études etc., p. 112 et 113; und Mémoire sur le sang, p. 44.