Untersuchungen Uber die schwarzen Farbstoffe der Choroidea und verwandte Pigmente. Von Engen Hirschfeld, pract. Arzt. Dor Redaction angegangen am 16. Februar 188!*.) Untersuchungen über die von den früheren Forschern gemeinhin als Melanine bezeichnoten schwarzen Farbstoffe sind bisher nur in sehr spärlichem Maasse ausgeführt worden. Liner der Ersten, welcher sich mit diesem Gegenstände bo-. schaftigt hat, ist Scherer'), welcher das Pigment der Choroi- dra von Ochsenaugen zu isoliren versuchte und auch die Zusammensetzung seines Präparates elementar-analytisch be- stiimnt hat. Weiterhin sind dann noch vereinzelte Analysen tl.s in den Lungen, bei Sectionen sich so häufig vorfindeiulen schwarzen Farbstoffes von C. Schmidt*), und des in den melanotischen Sarcomen und Carcinomen enthaltenen Pig¬ mentes von Dressierl 3) und von Pribram4) ausgeführt worden. Besonders dieser letztere Gegenstand ist noch relativ am häufigsten Ausgangspunkt von Untersuchungen gewesen, einerseits wegen der Wichtigkeit, welche die nähere Erforschung dieser malignen Geschwülste für die pract i sehe Medicin hat, andererseits wohl auch wegen des, verhält nissmässig grosse Mengen von Farbstoff liefernden, Rohmateriales. . Die theoretischen Anschauungen über die chemische In¬ dividualität und die Herkunft dieser schwarzen Pigmente gingen h*‘i dem Mangel an thatsächlichen, positiven Befunden voll¬ ständig auseinander, indem die Einen dieselben als Abkömm- l) Arm. d. Pharm., Bd.40-703. ‘ Umelin. Handbuch der Organ. Chemie. M. YJH. s. ja:,:;. Chem. Centr.-Blatt. 1800. S. 395. *} Lhem. Centt.-Blatt. 1800. s. 397.