Beitrag zur Kenntniss des Verhaltens des Harnes bei der Mèlanurie. Von Prof. Dr. R. v. Jaksch (Graz). ’ » (Uor Redaction ztigpgangon am 5. Februar 188»4 Unsere Kenntnisse über die Eigenschatten des Harnes bei Anwesenheit von Mclanogen oder Melanin sind noch immer recht dürftig. Die nachfolgenden Beobachtungen sollen ver¬ suchen, diese Lücken etwas auszufüllen. Das zu diesen Untersuchungen verwendete Material erhielt ich aus der Klinik des Prof. Nothnagel, Es stammte von /.«ei Fallen, welche im Verlaufe des letzten Jahres daselbst beobachtet wurden. In beiden Fällen handelte es sich um melanotischc Tumoren'). Im ersten Falle wurden in dem etwas trüben und dunkelgelärbten'Harne, welcher eine Dichte von 1,0184 aufwies, geringe Mengen von Eiweiss nachgewiesen. Beim Behandeln mit dem Ny la n de r’schen Reagens wurde der Harn schwarz gefärbt; doch konnte ich mit anderen I roben keinen Zucker nachweisen. Beim Kochen dés Harnes mit Natronlauge (Hel 1er"sehe Blutprobe) bildeten sich beim Erkalten braune Flocken. Er enthielt kein Aceton und keine Acetessigsäure. Mit Chromsäure (5*/# Lösung) lieferte der Harn einen schwarzen Niederschlag, Schwefelsäure gab eine inten¬ sive, schwarzbraunc Färbung, Salzsäure eine allmählig ein- Iretende Rothfärbung, Phosphorsäurc und Essigsäure zeigten , , . lch da"kc Herrn Prof. .Nothnagel, als auch seinen Herren •ISIS enteil Dr. Bamberger und Dr. Lorenz bestens für die lieber- ii««sung des ITntersuchungsmateriales.