1 Ueber die densimetrische Bestimmung des Zuckers im Harn. Von Dr. Y. Budde (Kopenhagen). (I>or Redaction zugegangen am 3. November 1888.) ■ ■ - . t> . * Professor Huppert und Physikus Zäh or haben in dieser Zeitschrift (Bd. XII, H. 6, 1888) eine Reihe sehr inter¬ essanter und eingehender Untersuchungen über die densi- metrische Bestimmung des Eiweisses in Lösungen veröffent- liclit. Der Hauptpunkt dieser Methode ist', dass man die Menge des Eiweisses durch Multiplication von einem gewissen Faktor mit der durch die Entfernung des Eiweisses bewirkten Verminderung der Dichte der Lösung bestimmt. Schon im Jahre 1870 habe ich durch physische und mathematische Betrachtungen gezeigt1), dass der genannte Faktor keines¬ wegs, wie man früher gemeint hatte,^ eine constante Grösse sei er ist und muss seiner Natur zufolge eine variable Grösse sein. Prof. Huppert’s Untersuchungen bestätigen vollständig die Richtigkeit meiner theoretischen Betrachtungen. Er kommt zu dem Resultate, dass man erstens nicht einen constanten, sondern einen, durch empirische Versuche be¬ stimmten, variablen Faktor brauchen soll, und demnächst, dass die densimetrische Methode selbst unter dieser Voraus¬ setzung nur dann für die Eiweissbestimmung zu verwenden ist, wenn Schatzungen genügen, in welchen die Decigramme noch richtig sind, die Centigramme dagegen falsch. Physikus >) « Bibliothek for Laeger », Bd. 20, 1870. - Vergl. auch Pflügers Arch. f. Physiologie, Bd. 40, S. W.