Weber einige Pflanzenfette1). Von Dr. H. Jacobson. (Der Redaction zugegangen am 19. Juni 188«.) Die zu den Untersuchungen benutzten Fette aus Bohnen-, Erbsen-, Wicken- und Lupinensamen waren in der chemischen Fabrik von Trommsdorf, Erfurt, dargestellt, indem die gepulverten Samen zuerst mit starkem Alkohol extrahirt wurden. Der beim Abdestillirert des Alkohols bleibende Rück¬ stand wurde mit Aether behandelt und so nur der in Aether lösliche Theil der Samen gewonnen. Die rohen Fette verhielten sich in ihren physikalischen Eigenschaften fast gleich. Sie bildeten zähflüssige, fast schwarz gefärbte Massen von starkem aromatischen Geruch, leicht lös-' lieh in Aether, Ligroin, Chloroform, Schwefelkohlenstoff etc. Um fremde zufällige Beimengungen, namentlich um etwa als phosphorsaure Salze vorhandene Phosphorsäure zu entfernen, wurde das Bohnenfett vor der Untersuchung noch einer Reinigung unterworfen, indem es in Aether gelöst, der nach einigem Stehen sich bildende Bodensatz abfiltrirt und der Aether abdestillirt würde. Diese Operation erwies sich jedoch als unnöthig und unterblieb bei Untersuchung der andern Fette. Die Fette wurden zuerst der Verseifung mit starker Natronlauge (25%) unterworfen, welcher Process ziemlich leicht und unter starkem Aufschäumen vor sich ging. Nach !) Inaug.-Dissert., Königsberg 1887. .