Zur Kenntniss der schwefelhaltigen Verbindungen der Cruciferen. Voll William .1. Smith. (Der Redaction /.uocoan^eii am <>. April l*8s.) M;m kennt bis jetzt nur einige wenige organische sch wefel¬ haltige Verbindungen, welche ausser dein Eiweiss und ähn¬ lichen Substanzen im thierischen Organismus Vorkommen, das Taurin, das Cystin, und Rhodanverbindungen, ausserdem die Aetlierschwefelsäuren verschiedener Verbindungen der. aroma- lischen Reihe. Mit Ausnahme der Aetlierschwefelsäuren ent¬ stehen die Stoffe im Thierkörper ausschliesslich aus dem Eiweiss. Die Aetlierschwefelsäuren dagegen werden aus Schwefelsäure und organischen Verbindungen unter Wasser¬ abspaltung gebildet, sie stehen also in weniger directer Be¬ ziehung zu dem Eiweiss als die erstgenannten Stolle. In den Pflanzen treten zahlreiche schwefelhaltige Ver- . bindungen auf, von welchen man directe Beziehungen zum Eiweiss noch nicht kennt. Es ist wahrscheinlich, dass ein derartiger näherer Zusammenhang dieser Stoffe, wie er im I hierkörper besteht, im Allgemeinen nicht vorkommt. Es ist indessen sehr bemerkenswerth, dass nur einzelne Pflanzen¬ familien dadurch ausgezeichnet sind, dass sie schwefelhaltige Verbindungen besonderer Art erzeugen; hierher gehören vor Allem die Cruciferen. Dass organische Schwefelverbindungen, welche in keiner directen Beziehung zum Eiweiss in Samen und anderen Theilen der Cruciferen Vorkommen, ist seit langer Zeit bekannt.. Hussy') hat aus dem schwarzen Senf das myronsaure Kalium Annalen der Chemie, Bd. 34, S. 223.