Zur Kenntniss der Caseinpeptone. Von ■ v ' Hans Tliiprfeldrr, i.Vtis dom i'hysiolooisch-oLomisiln',, institut zu Stra.s>huig.) (l»or Redaktion zugegangeu am 2. August lsx<i.) Soi t dom t oststollt, dass bei der I ‘opsinverdauung des Fibrins ausser dom Pepton noch andere Körper (Propoptone, All Mimosen) sich bilden, ist eine Untersuchung der Pro<■ dukte, die bei der Einwirkung des Pepsin auf Albuminate ent¬ stehen, nicht ausgeführt. Die im Folgenden mitzutheilende Arbeit würde unternommen, um diese Lücke auszufüllen. Als Material diente das Gasein, einmal weil es verbältnissniässig leicht zu beschallen war, dann auch, da gerade diesem Alhuminat aus naheliegenden Gründen ein besonderes Interesse entgogen- gebracht wird. Das benutzte Präparat wurde theils* im Laboratorium aus Milch dargestellt, theils als Casein, pur. von Merck bezogen; ausserdem erwies sich diis vor Kurzem in den Handel gebrachte Wey Psehe Caseinpepton als für die Untersuchung geeignet. Die Isolirung der einzelnen Vrer- dauungsprodukte geschah nach einer Methode, wie sie von Hoppe-Seyler *) angegeben ist. Sie bestellt darin, die verdaute Flüssigkeit in der Wärme mit kohlensaurem Kalk- ztr neutraleren, das Filtrat durch Steinsalz zu fällen, wieder zu filtriren, mit starker Salzsäure zu versetzen und schliesslich die von dem entstandenen Niederschlage befreite Lösung durch Phosphorwolframsäure auszufällen. Phys. u. path.-chem. Analyse, V. Aufl., S. 281 oben;.