Beiträge zur Kenntniss des Nährwerthes einiger essbaren Pilze. Von Carl Tli. Mörner in Upsala. (Der Redaktion zugegangen am 20. Juli 1886.) Die essbaren Pilze gewinnen immerfort eine grössere Verwendung als Nahrungsmittel, und Vieles wird gethan, um die Kenntniss von ihrer Erkennung und Anwendbarkeit be¬ sonders unter die ärmere Bevölkerung zu verbreiten. Der Grund hierzu liegt gewiss in der allgemein befestigten Ueber- zeugung, dass die essbaren Pilze ein werthvolles Nahrungs¬ mittel hohen Nährwerthes seien, und dieses Ansehen ver¬ danken sie hauptsächlith ihrem Gehalte an stiekstoffreichen Substanzen, während Fette und Kohlehydrate in Folge der kleinen Mengen, in welchen sie in den Pilzen Vorkommen, dabei nur eine untergeordnete Bedeutung haben. Betrachtet man die bisher veröffentlichten Analysen der essbaren Pilze, so findet man doch sogleich, dass diese Ana¬ lysen keine richtigen Aufschlüsse über den Nährwerth der Pilze geben können. Mit Ausnahme von den Untersuchungen von G. B ö h m e r über den Champignon und die Trüffel findet man nämlich in der Litteratur keine Angaben über die Ver- theilung des Stickstoffs auf Proteinsubstanzen einerseits und übrige Stickstoffverbindungen andererseits, wie denn auch experimentelle Untersuchungen über die Verdaulichkeit der Pilze gänzlich zu fehlen scheinen. Bei dieser Sachlage, und da die Frage von dem Nähr- werthe der Pilze wenigstens hier in Schweden das allgemeine