Bildung von Ammoniak bei der Pancreasverdauung von Fibrin. Vou Dr. August Uirschlcr. (Aus dem physiologisch-chemischen Laboratorium in Strassburg.) (Der Redaktion Zugängen am 8. März 1880.) Boi der Pancreasverdauung von Eiweissstoffen werden zunächst Peptone, dann Leucin, Tyrosin, Asparaginsfuue, Glutaminsäure etc. als Spaltungsproducte gebildet. Ilül'noi fand1), dass zugleich etwas Kohlensäure entsteht, während Oj nicht aufgenommen wird. Da die oben erwähnten Spaltungsproducte erheblich weniger Stickstoff enthalten, als die Eiweissstoffe, aus denen sic gebildet werden, so bedingt die Bildung derselben die Ent¬ stehung noch anderer stickstoffreicher Körper2). Die Wasscr- aufnahme bei der Spaltung würde nur eine sehr geringe Ab¬ nahme des summarischen Stickstoffgehaltes erklären können. Bei der entsprechenden Spaltung der Eiweissstoffe durch Salzsäure nach II1 asiwetz und Habermann3), so auch bei Behandlung derselben mit Barytlösung nach Schützen- berger4) entsteht NIL. Eine solche Spaltung ist auch bei der Pancreasverdauung der Eiweiss¬ stoffe anzunehmen, doch war dieselbe bisher nicht na'ch- gewiesen worden. Zur Untersuchung dieser Frage wurde vor- Journal für practische Chemie, X. F.. B<1. 10. 2) Hoppe-Sevler: Physiologische Chemie, Bil. II, S. i2C»T. 3) Annalen «1er Chemie und Pharmacie, Bd. 100. 4) Ann. «le ehim. et de phys., T. IG.