ninoni Aether extrahiren, da sonst Verunreinigungen am I;ifle haften bleiben und die Krystallisation stören. Die Krvstalle haben einen stechenden Geruch, an allen Käse « erinnernd, und es mag erwähnt werden, dass dieser Geruch nach Huscmann und Boehm auch in giftiger Wurst vor- kommt. Lässt man die Krystalle hei gewöhnlicher Zimmer- tein}»eratur offen an der Luft stehen, so zersetzen sie sich unter Bildung einer zurückbleibenden organischen Säure, deren Zusammensetzung ich nicht ermitt ln konnte. Auf dem Wasserbad verflüchtigt sich das Tyrotoxicon rasch unter Ent¬ wickelung von Stoffen, welche die cliaracteristisehe Trocken¬ heit im Halse und' das Gefühl des Zusammengeschnürtseins hervoirufen; das Tyrotoxicon ist leicht löslich in Wasser, Aether und Alkohol. Aus 16 Kil. von einem Käse erhielt ich ca. 0,5 gr. Tyi*o- lexicon, von einem anderen Käse hingegen bekam ich aus derselben Quantität kaum 0,1 gr.; übrigens glaube ich nicht, dass ich sämmt liebes Gift aus dem Käse exträliirt habe. Ich bedaure sehr, dass ich nicht die endliche Zusammen¬ setzung dieser Substanz habe bestimmen können, da der Vorrath an giftigem Käse bald erschöpft war; meine weiteren diesbezüglichen Untersuchungen beschäftigen sich mit der Fäulniss der Milch unter verschiedenen Verhältnissen; vielleicht darf ich hoffen, hierbei Näheres über dieses Gift zu ermitteln. Universität zu Michigan, November 1885.