Ueber einen neuen stickstoffhaltigen Pflanzenbestandtheil. Von E. Schulz«* mul E. Ilosshanl. (Aus «lern ii'„'rikultur-ilieniiM li'‘ii Laboratorium dos Polytechnikums in Zürich.) •Der Redaktion zug<-«an«en um 23. September 188.r>). In einer vor Kurzem zur Publikation gelangten Abhand¬ lung ') haben wir gezeigt, dass bei der Prüfung von Pflanzen- saften und Pllanzenextraclen auf stickstoffhaltige Stoffwechsel- Produkte tlio Untersuchung der Niederschlage, welche durch salpetersaures Quecksilberoxyd in jenen Flüssigkeiten hervor- gebracht werden, gute Dienste leisten kann, da in diese Niederschläge Asparagin, Glutamin, Allantoin und Xanthin¬ körper eingehen; wir haben ferner dort schon erwähnt, dass wir mit Hülfe des genannten Fällungsmittels aus jungen Pflanzen von Vricia saliva (Futterwicke) und Trifolinm pratense (Hothklee) einen neuen stiekstotfreichen Körper zu gewinnen vermochten. Ueber diesen Körper, welchem wir den Namen Vein in beilegen wollen, können wir jetzt ausführlichere Mittheilungen machen. Die Darstellung ties Verni ns geschah in folgender Weise: Dit* getrockneten und zerriebenen jungen Pflanzen wurden mit heissem Wasser extrahirt, die Extrade mit Bleiessig in schwachem Ueberschuss, sodann (nach Entfernung des Blei¬ niederschlags) mit salpetersaurem Quecksilberoxyd -) versetzt. Der durch dieses Reagens hervorgebrachte Niederschlag wurde * t Diese Zeitschrift, Ril. U. S. 443. -') Wie «lie fïir diesen Zweck verwendete Lösung von salpeter- 1,1,11 %uttks»ilbti«xjd ht rtit« t w tii « le, ist in einer früheren A Idiaudlung in dieser Z«,ilschrifl (Bd. h, S. 4’2*2) angegeben.worden.