Ueber Mucin aus der Sehne des Rindes. Von W» F. Loehiscli. (Au, 'lern Laboratorium für angew. modi,-. Chemie dor k. k. Universität Iiinsbrurk.) (Der Ucdaktion zugegangen am 22. September 1885.) Unsere Kenntnisse über die Eigenschaften und über die rheinische Zusammensetzung des Mucins haben in den letzten Jahren durch die Arbeiten von 0. Mammarsten ») und A. Landwehr2) werthvolle Bereicherungen erfahren. Nach den Arbeiten von Scherer,8) Eichwald,4) llilger5) und Obolenski «) war das Mucin als ein albuminoider Körper durch Löslichkeit in verdünnten Alkalien, Füllbarkeit durch Essigsäure und durch verdünnte Mineralsäuren und dadurch charaklerisirt, dass es beim Kochen mit verdünnter Schwefel¬ säure oder Salzsäure einen reducirendcn Körper liefert, über dessen chemische Natur nichts Näheres bekannt war! Es sollte sich vom Eiweiss durch den Mangel an Schwefe) und durch einen niedrigeren Stickstofigehalt (8—12% N) unter¬ scheiden. Bei Gelegenheit einer von .lernström7) ausgeführten Intelsuchung über das Mucin des Nabclstrangcs fand nun *1 l’psnla, Lakareförenings Förhandl. XV. 1S80. -) Zeitschrift für physiologische Chemie, IW. V, VII VIII IX 1881—1885. s) Liebig’s Annalen, IW. LVII, S. 199. «) Ibidem, lkl. CXXXIV, S. 193. *) Archiv für die ges. Physiologie, Bd. Ill, S. Ib9. c) Ibidem, IV, S. 339. 7) (I. c. 1.)