i Einiges Uber die Eiweisskörper der Frauen- und der Kuhmilch. Von Dr. A. Dogiel. ,\us ,lem uicdicinisch-chemlHChen Laboratorium der deutschen r»ivevsität in Prag.) (Der Deduktion zugcgangou am »0. Juni D<85.) I. Der Peptongehalt der Milch. . V • • , Die Frage fiber die Anwesenheit von Pepton in der Krauen- und Kuhmilch hat in Betracht ihrer theoretischen und praktischen Bedeutung die Aufmerksamkeit der Forscher auf sich gezogen. Nachdem es F. Ilot mers 1er r) gelungen war. eine Methode ausfindig zu machen, welche eine schärte Trennung des Peptons von anderen Ei weisskörpern gestattete, konnte die Frage ihrer Lösung naher gebracht werden. Bei Vmen Untersuchungen gelangt«' Hofmeister zu 'dem Uesid- tate. dass sowohl in der Frauen- als Kuhmilch in frischem Zustande kein Pepton enthalten sei und, dass erst..heider Säuerung Pepton in d«‘r Milch nachweisbar wild. Unter Anwendung «‘incr anderen Methode konnte nun aber Schmidt-Mülheim2) die Erfahrungen Hofmeister** nicht bestätigen. Nach ihm lasst sich in der Kuhmilch neben r.asciu und Albumin stets auch Pepton nachw;eis«in. Die Menge • It s Peptons mache O.OS—O.P.U/o. im Mittel O.LP/o der Milch aus. Dass Hofmeister das Pepton übersehe« habe, liege in seinem fehlerhaften \crsuchs verfahren; denn .ersten?* weide 1) F. Hofmeister, diese Z**itsclirift. Bd. 2, S. 288, 1878. 2) Sch in iilt -Mülheim. Pflüders Archiv. I:«1. 28, S. 287, 1882.