Eine einfache Methode zur künstlichen Darstellung von Hippur- säure und ähnlich zusammengesetzten Verbjndungén. Von J. Baum« (Aus dom Univcrsitätslaboratovium [mediciniwlio Fakultät 1 Froirbür« i. U-l (Der Redaktion zuge^angen am 23. März 1885.) Die bisher erforschten Synthesen der Hippursäure aus ßcnzoylchlorid und Metallverbindungen des Clycocolls, oder aus Chloressigsäure und Benzamid liefern bekanntlich nur geringe Ausbeute. Man hat desshalb diese Methoden niemals zur Gewinnung der Ilippursäurc und ähnlich • constituirtcr Verbindungen benutzt. In neuerer Zeit hat Curtius1) eine Synthese der Ilippursäurc beschrieben, welche, wie es scheint, i, allen Anforderungen entspricht. Bei dieser Darstellung wird trockenes Glycocoll in erhitztes Benzoesäureanhydrid allmälig eingetragen und im Oelbade erwärmt, bis die Masse sich rolli färbt. Ich habe kürzlich, bei Gelegenheit einer von Schotten und mir begonnenen Untersuchung über ein Oxydations- .produkt des Benzoylconiins2), eine andere Bildungsweise der Ilippursäurc gefunden, welche auf einem noch einfacheren Prinzip als die Synthese von Curtius beruht. Man hat, wie es scheint, bisher Bedenken getragen, das ßcnzoylchlorid auf neutrale in Wasser gelöste Sub¬ stanzen einwirken zu lassen, um eine Benzoylirung zu erzielen, in der Voraussetzung, dass die Gegenwart von Wasser 1) Bericht«» der deutschen chemischen Gesellschaft, Bd. XVII, S. 16« .3. ' •. 2) Y"l. Schollen und Baum: Ebendaselbst, Bd; XVII. S.