Ueber das Verhalten des Serumalbumins zu Säuren und Neutralsalzen. Von J. E. Johansson. (Auk dem Laboratorium für medicinische Chemie in Upsala.) (Der Redaction zugegangen am 3. Januar 1885.) Im seinem Aufsatze «Ueber die Anwendbarkeit des Magnesiumsulfates zur Trennung und quantitativen. Bestim¬ mung von Serumalbumin und Globulinen» (diese Zeitschrift. Bd. VIII) hat Prof. Ham mars ten der grossen Resistenz des Serumalbumins gegen die Einwirkung von Säuren bei gleichzeitiger Gegenwart von Salzen Erwähnung gethan, und ei* hat daselbst auch die Mittheilung gemacht, dass dieses Verhalten des Serumalbumins als Ausgangspunkt für eine neue Methode zur Reindarstellung von diesem Eiweissstoffe benutzt werden könne. Durch Arbeiten anderer Art ver¬ hindert, selbst diese Frage weiter zu verfolgen, forderte er mich aut, das Verhalten des Serumalbumins zu Säuren und Neutralsalzen etwas eingehender zu studiren. Mit dieser Aufgabe beschäftigt, hatte ich die Arbeit >chon am Ende Mai d. v. J. so weit gebracht, dass ich meine Versuchsergebnisse der hiesigen medicinischen Gesellschaft vorlegen konnte. Bevor ich aber zur Veröffentlichung meiner Arbeit ging, war es doch nöthig, die einschlägige Litteratur durchzuforschen, und ich wurde dabei von Prof. Ham¬ marsten auf eine vor mehreren Jahren erschienene Arbeit von Eich wald aufmerksam gemacht. In dieser Arbeit1) theilt der genannte Forscher mehrere Beobachtungen mit, welche l) Beiträge zur Chemie der gewebbildenden Substanzen und ihrer Abkömmlinge, H. I, Berlin 1873.