169 schlossen, habe ich die Salzsäure deshalb durch eine orga¬ nische Säure zu ersetzen gesucht. Als besonders geeignet zeigte sich Weinsäure oder Essigsäure. Um diese Säuren anzuwenden, bringt man die Glycogeneisenoxydverbindung auf ein Wasserbad und setzt entweder conc. Essigsäure oder nach vorherigem geringen Wasserzusatz pulverisirte Wein¬ säure so lange zu bis alles gelöst ist. Ein Kochen ist zu vermeiden, weil sowohl die betreffenden organischen Eisen¬ salze dadurch zersetzt werden würden, als auch nach ange- stellten Versuchen die Einwirkung organischer Säuren auf Glycogen keineswegs so indifferent ist als man gewöhnlich annimmt. Die in beiden Fällen rothbraune Flüssigkeit wird gut abgekühlt, rasch mit conc. Salzsäure versetzt, bis die Farbe gelb geworden ist und sofort in Alkohol gegossen. Eisenchlorid und Weinsäure, resp. Essigsäure gehen in den Alkohol, das Glycogen fällt aus. Hat man bei der Ausfäl¬ lung des Eiweisses zu viel essigsaures Zink angewendet und ist ein Theil davon durch die Soda als Zinkcarbonat in den Niederschlag der Glycogenverbindung gekommen, so geht dieses als Chlorzink auch in den Alkohol. Aus diesem Grunde ziehe ich das essigsaure Zink dem Bleiacetat zur Ausfällung des Eiweisses vor. A bei es hat Chlorzink zum Ausfällen des Eiweisses benutzt, siehe Hoppe-Seyler’s Handbuch, 5. Aufl., S. 132. Das so gewonnene Glycogen ist schon nach der ersten Fällung Stickstoff- und aschefrei, erhält bei schlechtem Aus¬ waschen höchstens Spuren von Eisenchlorid, die ein noch¬ maliges Auflösen und Ausfällen nöthig machen können. Am Schlüsse der Darstellung meiner Methode mache ich nochmals darauf aufmerksam, dass es für einen glalten Gang der Gewinnung von Wichtigkeit ist, den Glycogeneisen- oxydniederschlag weder zu lang auszukochen, noch über¬ haupt zu lange (Stunden oder Tage lang) unzersetzt liegen zu lassen. Am besten ist es, den Niederschlag sofort abzu- filtriren, gleich mit heissem Wasser auszuwaschen und dann sofort zu zerlegen. Die Gründe für das eben Gesagte erhellen