i Ein neues Kohlehydrat (thierisches Gummi) im menschlichen Körper. Von. Or. med. If. A. Landwehr. lu »Irr vorstehenden Abhandlung habe ich erwähnl, dass fell aus Muciu und Metalbumin «‘in unies Kohlehydrat •r darslelleii konnte. Ks gelang mir auch, dasselbe aus Chondriii und aus (jehirnmasse (CerebrinV) zu isoliren. Es war nidil schwer, ein Präparat mil Ô—7% Stickstoff darzusfellen-: diese letzten Prozente konnten erst nach Auffindung einer neuen Methode weggesehaft werden. Ehe ich jedoch auf die Schilderung dieser Methode näher cingehe, will ich erst über meine Vorversurhe berichten, um späteren Darstellern uut/.- lo.se Mulic zu ersparen. Da ich mit leichter Mühe das Achrooglycogen aus <b>iu Schneekenschlcim nach der Methode der Glycogendarslelhmg von Brücke gewinnen konnte, lag es nahe, diese Method«- auch hier zu versuchen. Die Arbeit war jedoch ohne Erfolg. Eben bis zu den letzten 5"/o N liess sich das Eiweiss sehr wohl wegschallen, dann trat aber ein voluminöser Nieder* schlag ein, der das Kohlehydrat mit einschloss. In gleicher Weise .scheiterte die Fällung mit Phosphorwolframsäure. Ich versuchte nun die gewöhnliche Methode der Kohlehydrat- darslellung aus Organen, die Bleifällung. Die fein zersclmil- lonen Submaxilhirdrüsen oder die Gvslenflüssigkeit wurden mehrere Stunden mit Wasser im Papin’sehen Topf gekocht, von etwa vorhandenen festen Substanzen durch ein Goür- tucli befreit und siedend durch vorsichtigen Zusatz ver¬ dünnter Essigsäure neulralisirt. Wenn sich nach einigem Kochen die Eiweissfiocken gut zusammongeballt hatten, wurde