alkalische Harne destillirt, so bilde! sich in demselben auf Zusalz von Jod •Jodkalium und Natronlauge zunächst ein schwarzer Niederschlag von Jodstieksloif, welcher auf Zusatz von noch mehr Natron wieder verschwindet. Aelzannuvniak1) verhält sich ebenso. Schwcfclammonium scheidet dabei, noch Schwefel ab. dcT sich aber nicht mit Jodoform verwechseln lässl. Hat man dein Harne bloss so viel Säure zugesetzt, dass das Destillat schwach sauer reagirt, so ist dieses stets färb- : los; ist aber dem Harne vor dem Destilliren ein grosser Ucbersclmss an Säure zugefügt worden (z. B. l/a Volumen coucentrirter Salzsäure), so hat das Destillat eine rothiiehe Farbe und lässt bei mehrwöchentlichem Stehen einen amorphen, milieu Körper lallen, der auf dem Platinblech mit hell- leuchtender Flamme ohne Hinterlassung von Asche verbrennt und in Aether mit rubinrother Färbt' löslich ist. - Nachweis im Harn direkt. Ist der Harn besonders v reich an Aceton, z. 13. im Typhus bei anhaltendem Fieber, so gibt er manchmal direkt mit den genannten Reagentien «'inen Jodoformniedersehlag, der sich in der oben angegebenen Weise als solcher erkennen lässt. Gleichwohl lässt sich nach meinen Beobachtungen dieses Verfahren dem Nachweis im Destillat nicht an die Seite setzen. III. Quantitative Bestimmung. Von der Anwendung der von Ililger2) sowie von Krämer3) angegebenen Methoden zur quantitativen Be¬ stimmung des Acetons habe ich von vornherein Abstand genommen, da sie einen grossen Aufwand an Zeit beanspru¬ chen, und mir lur die Bestimmung von so kleinen* Mengen Aceton, wie sie im Harn Vorkommen, kaum sehr genaue ') Käufliches, aromatische Verbindungen enthaltendes Ammoniak gibt mit Jod-Jodkuliimi und Natronlauge einen woissen, bald bräunlich weidenden Niederschlag, der sich schwer in heissem Wässer,’ leichter in Alkohol und in Aether löst, heim Erwärmen mit Natronlauge alkalische Dämpfe entwickelt und aid'Zusatz von salpetriger Säure Jod abscheidet. ') Hi Igor. Annalen der ('.hernie und Pharmacie, IM. Ith»; S. .‘U t. 3) Krämer. Berichte d. ehern. Gesellschaft IM. 13, S. 1002.