Zur Frage der Filtration von Eiweissltfsungen durch thierische Membranen. Von Prof. J. W. Runeberg in Helsingfots (Per Uedaktion zu;'0|*anj'<ni am :H. Mai Im Winter und Frühjahr 1870 liabe ich in dem Lahn* ratorium des Professor Franz Hofmann in Leipzig eiik grössere Reihe von Versuchen über die Filtration von Eiweiss¬ lösungen durch thierische Membranen angestellt. Die Unter¬ suchung wurde hauptsächlich in der Absicht vorgenommeu. den Einfluss des Filtrationsdrucks auf die Zusammensetzung des Filtrats sowie auf die Filtrationsschnelligkeit zu ermitteln. Die Resultate, zu denen ich bei dieser. Untersuclmng gelangte, wurden später in einem im Archiv der Heilkunde; Rd. XVIII eingeführten Aufsatz mitgetheilt. Ich habe daselbst u. A. erwiesen, dass die Permea¬ bilität der Membran in Betreff eiweisshaltiger Flüssigkeiten und anderer Emulsionen durch Einwirkung eines höheren Druckes nach und nach abnimmt, dagegen aber durch Ein¬ wirkung eines niedrigeren Druckes nach und nach zunimint, sowie dass in Folge dessen der Albuiningehalt des Filtrates bei Drucksteigerung abnimmt, bei Druckerniedrigung dagegen zunimmt. Die zahlreichen, unter den genauesten Vorsicht*-, massregeln und stets mit Parallel- und Controlversuchen angestellten, Experimente gaben in dieser Hinsicht ganz constante und unzweideutige Resultate. Es kann somit keinem Zweifel unterworfen sein, dass das ■ tatsächliche V» r- hältniss bei d e n v o n m i r a n ge w a n d t o n V er s u <“ h membra nen das angegebene ist.