499 43, 11, zusammen 23;» Untersuchungen nach der Ludwig- scheu Methode vorgenommen, wobei er zu Resultaten ge¬ langte, die mit den von mir und Dr. v. Vajda gewonnenen vollkommen übereinstimmen. AVas endlich meine eigenen1) Erfahrungen über die Brauchbarkeit der Ludwig'schen Methode aubelangt, so habe ich dieselben aus Hunderten von Versuchen geschöpft, bei denen theils, um die Methode vor ihrer Anwendung auf klinische Falle zu erproben, mit geringen bekannten Mengen von Quecksilberchlorid versetzter Harn, tbeils Harn von Individuen zur Verwendung kam, die sich irgend einer Queck- silbei kur unterzogen halten. , ; 1 Ich hatte auch Gelegenheit, in zahlreichen Fällen im Laboratorium des Herrn Prof. Ludwig zu sehen, wie von den daselbst arbeitenden Studenten und Aerzten diese Me¬ thode geübt wurde. Die Beobachtungen bei meinen Ver¬ suchen, sowie bei den zahlreichen Versuchen Anderer haben mir das zweifellose Resultat ergeben, dass die Methode sicher ist und sich zum ^Nachweis sehr geringer Quecksilbermengen in thierischen Substanzen eignet, sowie dass sie auch für F'den nur einigermassen geübten Analytiker unschwer und rasch auszuführen ist. Der Umstand, dass die, wie schon erwähnt, mir unbe¬ gründet erscheinende Kritik des Herrn Lehmann., die von « ■ Dr. von Vajda und mir gewonnenen Resultate über die Quecksilberausscheidung beeinträchtigen könnte, bewog mich zu den vorliegenden Erörterungen und veranlagte mich auch einige neue Versuche anzustellen, endlich manche vereinfachende ' Modification an der Ludwig’schen Methode zu erproben. Ueber die Ergebnisse dieser Versuche kann ich Folgendes mittheilen : 1. Versuche nach der Methode von Ludwig. Circa 400 cc des vorher mit einer bekannten Menge Quecksilberchlorid versetzten normalen Harns wurden auf *) Feber den Einfluss des Quecksilbers auf den Syjdiilisprocess etc. Klinische und chemische Untersuchungen von Dr. L. von Vaj du und hr. H. Paschkis. Wien 1880, Draumüller.