498 So hat Güntz1), nachdem er bei der Elektrolyse Schneider’s vor Täuschungen nicht sicher war und auch andere Methoden versucht hatte, die Ludwigsehe Methode aufgegriflen. Er schaltete nur zur vollständigen Verbrennung der organischen Substanz zwischen der oxydirten Kupfer¬ spirale und dem Amalgam noch weiteres Kupferoxyd ein und liess das sich bildende Wasser eintrocknen.' «Bei 0,003 gr. Sublimat in 500 cc Harn ergab sich in dein 20 cm langen, dünn ausgezogenen Glasröhrchen, deutliche, reichliche, rothe Jodquecksilberreaktion, so dass man hiernach die Feinheit der Probe berechnen kann». «Ebenso konnte» er «die Empfind¬ lichkeit der Reaktion bei organisch ausgeschiedenen und dem Ilarne nicht blos mechanisch beigemischten Quecksilber¬ verbindungen bestätigt finden». Die Untersuchungen des genannten Autors beziehen sich auf 7 Fülle mit über 100 Quecksilberbestimmungen. O. Hassenstein2) verwendete die Methode und zwar mit Kupferstaub zu Versuchen über die Quecksilberausschei¬ dung durch die Galle und zwar stellte er an vier Kaninchen qualitative, und an dreien quantitative an. Dieselben lehren, «dass in Galle gelöstes Quecksilber aus derselben, ohne vorhergehende Zersetzung der organischen Substanzen, durch Kupferstaub vollständig gefüllt wird, sei dasselbe mit der Galle ausgeschieden, sei es derselben ausserhalb des Organismus beigemengt, dass also die Ludwig’sehe Methode auch für den ersteren Fall anwendbar ist und ihre hohe Empfindlich¬ keit bewährt». Von einem Versuchstiere, welches 0,0569 gr. Quecksilber bekommen hatte, ergaben noch 3 cc Galle deut¬ liche Reaktion. Endlich hat Oberländer8) bei 4 Kranken je 125, 54, *) Neue Erfahrungen über die Behandlung der Syphilis und der Quecksilberkrankheit mit besonderer Berücksichtigung der Schwefel¬ wasser- und Soolbüder. Eine klinische Studie von Dr. J. Edm. GünU, Dresden 1878. •) Versuche über Quecksilberausscheidung durçli die Galle. Inau¬ gural-Dissertation von Otto Hassenstein, Königsberg i. Pr. 1879. *) Versuche über die Quecksilberausscheidungen durch «len Harn nach Quecksilberkuren von Dr. Oberländer in Dresden. — Viertel¬ jahrsschrift f. Dermatol, u. Syphilis. Wien 18S0 (Separ.-Abdr.)