230 zur Asche, trotzdem letztere bei der Reife beständig abnimmt, doch immer constant 1:9 Va bleibt, so muss eine gewisse Quantität der Asche des Mostes, die sich nicht mehr in den Samen und auch nicht mehr im Moste findet hinweg- und wahrscheinlich in den Stamm hinüberwandern. Trotzdem nun der Arbeiten, welche auf diesem Gebiete entstanden, nicht wenige sind, so finden sich doch in der Literatur die widersprechendsten Angaben. Am häufigsten ist die Ansicht vertreten, dass beim Reifen der Früchte der Aschengehalt des Saftes und Fruchtfleisches beständig zu¬ nehme1). Nicht unerwähnt will ich lassen, dass manche analytische Resultate einiger Autoren nicht so ganz mit der von ihnen ausgesprochenen Annahme des fortwährenden ZunehmciiM der Aschenbestandtheile übereinstimmen. So z. B. finden wir in den Annalen der Oenologie 1870, S. 350 eine Tabelle Neubauers, worin der höchste Aschengehalt der Riesling- trauben am 12. Oktober zu 0,597 °/o, bei der Reife aber, am 22. Oktober zu 0,534°/o also 10,6 °/o der Gesammtasche, niedriger gefunden ist. In der Arbeit von Mach und Por¬ tei e findet sich Aehnliches, so z. 13. betrug nach der Tabelle I, Weinlaube 1879, S. 207, der Aschengehalt des Mostes der Negraratrauben am 28. September 0,370°/o, am 12. Oktober 0,326#/o, also ll,9#/o der Gesammtasche weniger. Die analy¬ tischen Belege stimmen also nicht immer ganz mit den aus¬ gesprochenen Sätzen genannter Forscher überein. Im oenologischen Jahresbericht für 1879, herausgegeben von Dr. C.. Weigelt wird ferner zur Stütze der Ansicht, nach welcher sich der Aschengehalt der Fruchtsäfte bei der Reife vermehren soll, Seite 77 eine Tabelle aus einer Arbeit l) Vergl. Neuhauer, über das Reifen der Trauben, Versuchs¬ stationen 1869, S. 410. Derselbe, chemische Untersuchungen über das Reifen der Trauben Annalen der Oenologie 1876, S. 343. Ferner Mach und Port eie, Reifestudien an Trauben u ml Früchten, Weinlaube 1879, XI, S. 207,