72 Minuten wahrendes Erwärmen auf 00° hinreicht um i|„. «•ui Ziel zu sülzen. Fur diese Auffassung spiklii ferner du, Umstand, dass der dem lebenswarmen Thier entnommene und in die feuchte Kammer gebrachte Magen auch nach I— 2 ständigem Verweilen bei 40° durchaus den Eindruck eines lebenden Gewebes macht, wie ich denn wiederholt beobachtete, dass sich die vorher sorgfältig abgetrocknete Schleimhautflüche während dieser Zeit mit einer frischen Schichte glasigen Schleims bedeckte und dass das durch ab¬ sichtliches Dehnen in seiner Form veränderte Magenstüek immer wieder zu dem ursprünglichen Contractionszustand zurückkehrte. Man hat daher kaum Grund, an eine post¬ mortale Veränderung zu denken. In der That sind keine' ausserhalb des Organismus wirkenden Kräfte bekannt, durch welche die in Rede stehende Umwandlung bewirkt sein könnte, f ermentorganismen, an welche man noch am ehesten denken könnte, müssen, um merkliche Veränderungen hervor¬ zubringen, bereits in grosser Zahl vorhanden sein, was wiederum (‘ine gewisse Entwickelungsdauer veraussetzt; so weit übrigens unsere Kenntnisse reichen, ist die Ansiedelung von niederen Pilzen in thierischen Geweben mit Bildung von Pepton, nicht aber mit einem Verbrauch desselben verbunden* Aus dem Umstand, dass die Umwandlung des Peptons auch im Magen verbluteter Thiere erfolgt, geht hervor, dass das Blut bei derselben keine Rolle spielen kann. Da ferner bei Erklärung der Erscheinung die Muscularis und Serosa nicht in Betracht kommen können, so muss die Ursache der¬ selben in chemischen Vorgängen gesucht werden, die ihren Sitz in der Magenschleimhaut haben. Damit Findet auch ein von Salvioli *) mitgetheilter Versuch seine Erklärung, dessen Ergebniss bei der Annahme, dass die Umwandlung des Peptons erst im Blute erfolgt, unverständlich bleibt. Salvioli fand bei einem seiner Durchblutungsversuche am überlebenden Dünndarm, dass das in den Darm eingebrachte Pepton in einigen Stunden aus ) Salvioli Archiv f. Physiologie von Du Uois-Heymond Jahrgang 1880 Suppleinenlbantl J1&