1 Zur Constitution des Chitins. Von hr. Ernst K. Sumlwik, Assistent au iit‘i‘ Universität und prakticieeuder Arzt zu Helsingfors. Vorläufige Mittheilung. (I>t*r IUtlakliou zu^KaiiKcn am 11. August 1HK1). Seil langer Zeit, oder vielmehr von der Zeit an, wo Schmidt seine Untersuchungen über das Chitin jmblicirte, hat man die Ansicht gehegt, Chitin wäre ein mehr weniger ausgesprochenes Glycosid. Die Ansichten von Schmidt1) und Hort helot2) waren in dieser Hinsicht noch nicht positiv genug, alter Stadel er giebt bestimmt an, dass die Glukosid- uatur des Chitins ausser Zweifel gesetzt sei. Man nahm dabei an, dass das Chitin bei Spaltung mit Säuren gährungsfähigen Zucker gäbe, sich auf dem Reduktionsvermögen solcher Lösungen gegen Kupferoxyd schlechtweg stützend, ohne weitere Kriterien zu verlangen. Schmidt stellte nun die Ansicht auf, dass Chitin eine Vereinigung von den Elementen einer Zuckerart mit Proleïn- subslanz sei, Berthe lot glaubte in ihm eine Vereinigung von Tunicin mit einer Hornsubstanz und S.Ladder3) eine Vereinigung von Zucker mit einem stickstoffhaltigen, verhält- nissmässig einfachen Körper, wahrscheinlich Lactamid, zu erkennen. Dessen ungeachtet, unterwarf keiner von diesen Forschern die entstandene Zuckerart einer weiteren Prüfung, die als Bestätigung ihrer Angaben dienen könnte. Die von ') Schmidt: Zur vergleichenden Physiologie der wirbellosen Thiore; Braunschweig 1845. ■) Annales de chimie et de physiologie, Serie lit, T. I,VI. 3) Annalen der Uheinie und Pharmacie, Bd. UXI.