219 Bei der Prüfung der mit Steinsalz gesättigten Lösung auf den Coagulationspunkt zeigte sich, dass derselbe niedriger war : die Flüssigkeit trübte sich bei 49° G. und bei 50® C, ent¬ stand ein flockiger Niederschlag. Eine andere Portion des Wasserextractes wurde der Dialyse unterw orfen, aber dadurch gelang es eben so wenig obigen Eiweisskörper auszufallen; der in der Flüssigkeit ent¬ stehende Niederschlag abfiltrirt und in schwacher Kochsalz¬ lösung gelöst coagulirte nicht bei der oben erwähnten nie¬ drigen Temperatur. Nach dem Goagulationspunkte könnte man annehmen, dass unsere Substanz Myosin sei, oder zu den fibrinogenenen ** Substanzen gehöre; aber die anderem Reaktionen zeigten, dass dieselbe keine Globulinsubstanz ist. Es wurden von mir noch in zwei anderen Fällen crou- pöse pneumonische Lungen untersucht, die Resultate aber waren die nämlichen: d. h. im Wasserextrakt befand, sich immer der Eiweisskörper von den oben beschriebenen Eigen¬ schaften. 4. *• ' . . . ' ' . Ferner habe ich auch eine Lunge im Stadium der grauen Hepatisation, resp. Resolutiönsstadium, untersucht. Nach derselben Behandlung zeigte sich beim Erhitzen des Wasserextraktes auf 55° G. nur eine sehr schwache Trübung, aber kein flockiger Niederschlag, Da von den bis jetzt bekannten Albuminsloffen keiner ähnliche Eigenschaften zeigt, so war es interessant zu unter¬ suchen, ob unser Eiweisskörper wirklich nur bei der Pneu¬ monie in den Lungen gebildet wird. Es wurden daher normale Lungen vom Kaninchen, von der Katze, vom Hunde und sowie fast intacte (schwach ödematöse) Lunge aus einem menschlichen Cadaver untersucht. In keinem Falle jedoch wurde die erwähnte Eiweisssubstanz gefunden : beim Erhitzen des Wasserextraktes liess sich eine Trübung und dann ein Niederschlag gewöhnlich erst .bei 60—70° C,, oder bei noch höherer Temperatur wahrnehmen. Aus (diesen vergleichenden Untersuchungen geht hervor : 1) dass obige Eiweisssubstanz nicht zu den constanten