162 mit Alkohol gewaschen und bei 110° getrocknet, wog 14,4 Mgr., wold irn Wesentlichen bestehend aus Pepton und Ferment, abzüglich 1,3 Mgr. Asche. Die alkoholische Lösung, mit einem festen Rückstand (bei 100°) von 13,1 Mgr., enthielt 5,8 Mgr. Asche. Daraus berechnet sich folgende Zusammensetzung : Pepton und Ferment......11,5 pro Mille. ln Alkohol lösliche organische StofTe 6,4 » Summe der organischen StofTe . . 17,!) » Asche ...........0,2 » Summe der festen Bestandtbeile. . 24,1 » Annähernd normales menschliches Pankreassecret scheint bisher noch nicht untersucht zu sein ; eine Analyse von Hoppe-Sey 1er *) betraf den in ähnlicher Weise gestauten Satt einer atrophischen Drüse, welcher keine fermentative Wirkung besass. Unser Secret zeigt Aehnlichkeit mit einer gleichfalls von Hoppe-Sey 1er2) untersuchten wirksamen Flüssigkeit aus einer Cyste des kleinen Pankreasganges vom Pferd3), mit einem festen Rückstand von 17,47 pro Mille (organisch 8,879 °/oo, anorganisch 8,591 °/o<>). Wir sahen, dass unser Pankreas-Secret vom Menschen alle fermentativen Eigenschaften besass, welche wir vom pan kroatischen Saft der Thiere kennen, so dass dasselbe in function eil er Hinsicht als normal gelten muss. Was die Zusammensetzungiftetrifft, so schwankt nach den Autoren der feste Rückstand' bei Thieren zwischen folgenden Extremen: Kaninchen 11—26 pro Mille4); Schaf 14,3 4) ') Archiv f. pathol. Anatomie 11, !)6; 1857; Physiol. Chemie 2, 2b!) ; 1878. *) Physiol. Chemie 2, 258. s) Nach dem Bericht von Professor C. ßegemänn in Hannover, welcher diese Flüssigkeit auffing, fand sich im Duodenum zwischen Mucosa und Muscularis eine Cyste, in welche der kleine Bauchspeichel* gang führte. Die Mündung des Ganges in der Schleimhaut war voll¬ kommen verwachsen. Der Speichelgang war bis zur gesunden Bauch¬ speicheldrüse hin vollständig wegsam, mithin bestand der Cysteninlmll aus reinem Bauchspeichel. Derselbe enthielt einen flockigen Niederschlag, war zähflüssig und reagirtc alkalisch. *) Heidenhain, Archiv f. d. g. Physiöl. 14, 460, 462; 1877.