8 weiter vorschreitet, und es wird demnach von dem kürzeren oder längeren Verweilen des Inhaltes im Darm abhängen, ob die oben besprochenen Fäulnissprodukte auch im Harn auftreten oder nicht. Schliesslich möchte ich noch auf eine praktische Ver- werthung himveisen, welche die vorstehenden Untersuchungen vielleicht ein Mal würden finden können, ich meine in ge¬ richtsärztlicher Beziehung. Daraus nämlich, dass sich vor der Nahrungsaufnahme niemals Indigo im Harn nach weisen Hess, könnte in einem zweifelhaften Fall, wo die Frage, ob ein Neugeborener bereits Nahrung zu sich ge¬ nommen habe oder nicht, aufgeworfen würde, diese Frage bejaht werden, wenn sich in dem (bei der Leiche aus der Blase entnommenen) Urin Indigo fände, nicht aber umgekehrt verneint Werden bei Abwesenheit von Indigo, da dieses ja auch bei schon genährten Säuglingen kein beständiger Be¬ fund ist. Bei der grossen Tragweite, welche gerade die Beantwortung gerichtsärztlicher Fragen hat, möchte ich diese Andeutung vorläufig nur mit der grössten Zurückhaltung gemacht haben und ausdrücklich davor warnen, auf Grund derselben so folgenschwere Schlüsse zu ziehen, bevor nicht durch zahlreichere Untersuchungen das, was ich gefunden habe, als ausnahmslose Hegel erhärtet worden ist.