lieber das Vorkommen von Produkten der (tarmf&ulniss bei Neugeborenen. \on Prof. Dr. H. Senator in Berlin; (Aus der chemischen Abthcilung de« physiol. Instituts.) (Der Hodaktion angegangen am 20. Oktober., Es ist noch nicht allzulange her, dass man sich die Verdauung als eine Summe von Vorgängen dachte, hei welcher die eingeführten Nährstoffe lediglich durch Ucber- führung in löslichere und diffusiblere Modificationen oder durch feinere Verkeilung zur Aufnahme in die. Getassbahncn vorbereitet würden. Eine Fäulniss dei- Nahrung im le- henden Körper kannte man nicht, oder liess sie höchstens im Untersten Theil des Darmkanales oder unter ganz abnormen, krankhaften Verhältnissen zu. Durch die Untersuchungen der letzten Jahre, die von Kühne, Jaffé, Nencki/Sal- kowski, Baumann, Brieger u. A. angestellt wurden, sind diese Vorstellungen wesentlich umgestaUet worden r man weiss jetzt, dass die mit der Nahrung eingeführten Ei¬ weisskörper bis zu einem gewissen Grade regelmässig der Fäulniss unterliegen und dass ein Theil dieser Fäulnisspro- dukte, das Indol, Phenol und Kresol, (auch wohl Skatol) an Schwefelsäure gebunden im Harn wiederzufinden ist. Als Erreger dieser schon unter physiologischen Verhält¬ nissen stattfindenden Fäulnissvorgänge müssen wohl, den jetzt allgemein geltenden Anschauungen entsprechend, die von aussen mit der Nahrung oder sonst in irgend einer Weise in den, Darm gelangten Fäulnisskeime “oder -Fermente angesehen werden. Von diesem hier bezeichnten Standpunkt aus schien es mir von Interesse zu untersuchen, ob die genannten Fäul- nissprodukte und insbesondere die aus ihnen her- ZeitMbrmr.pbytioLClumie.lv. ,